Mit Ausnahme der Pruzzen ist die Geschichte der meisten Einwohner des „Pruzzenlandes“ zunächst einmal eine Migrationsgeschichte, so auch für die Juden. Weiterlesen

Überleben in der Sowjetunion

Das „Pruzzenland“ – ein weißer Fleck

Besuch in der alten Heimat - einmal anders

Anfang der 1990er Jahre, nach der Öffnung der Grenzen in Mittel- und Osteuropa, machten sich viele Deutsche auf, um ihre alte Heimat, die sie nach 1945 zwangsweise verlassen mussten, zu besuchen. In einer dieser Reisegruppen befinden sich auch der in Gumbinnen geborene Jerry Lindenstraus und sein Sohn Leslie, die als US-Amerikaner und Juden eine etwas andere Sichtweise haben. Quelle öffnen

Drohendes Unheil zieht herauf

Nicht erst mit der NS-Machtergreifung 1933 wurde das Bedrängnis der jüdischen Bevölkerung im „Pruzzenland“ deutlich spürbar. Vielmehr beklagten Vertreter der jüdischen Gemeinden Ostpreußens bei einer Tagung Ende 1934 die schon seit rund einem Jahrzehnt anhaltende massive Abwanderung von Juden aus der Region und ein verbreitetes Gefühl von Zukunftslosigkeit. Quelle öffnen

Reichspogromnacht

Ungläubiges Entsetzen nach der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938: Die systematische Zerstörung von Synagogen und die Plünderung jüdischen Eigentums, bei der rund 400 Menschen ums Leben kamen, stellten eine neue Eskalationsstufe antisemitischer Gewalt im Deutschen Reich dar. Vom Geschehen in Königsberg berichtet der Journalist Ludwig Goldstein. Quelle öffnen

Eine Niederlage für alle

Reichspogromnacht und NS-Verfolgung erlebten die Juden im litauisch regierten Memelland bislang nur aus der Ferne. Ende 1938 aber nahm die Furcht vor einem Anschluss des Gebiets an das Deutsche Reich schon überaus konkrete Gestalt an und viele Juden bereiteten sich auf die Emigration vor. Berichterstatter des Deutschen Generalkonsulats in Memel mussten dabei einräumen, dass mit der Emigration der Juden das wirtschaftliche Leben im Memelland in eine schwere Krise geriet. Quelle öffnen

Provinznest oder Gartenstadt?

Eine Synagoge heute – als Museum

Eine Synagoge heute – als Ruine

Der reisende Rabbi

Russisches Judentum, Ostjudentum – das war für viele Juden in Deutschland, in Mittel- oder Westeuropa eine ferne Welt. Aus der Sicht des „Pruzzenlandes“ sah dies ein wenig anders aus. Hier wirkte zum Beispiel im 19. Jahrhundert der Rabbi Jsrael Lipkin, der 1810, wie sein Biograph schreibt, „zu Sagaren in der Provinz Samogitien in Russland“ (heute: in Litauen) schon als Sohn eines Rabbis geboren wurde. Quelle öffnen

Wo sind die Traditionen?

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten in Kaliningrad wieder Juden. Ihre Zahl war jedoch klein und sie standen untereinander oft kaum in Kontakt. Nach dem Ende der Sowjetunion, seit den 1990er Jahren, kam jedoch die Chance, sich zu einer Gemeinde zusammenzufinden. Gefragt waren nun Ideen, an welche Traditionen sich anknüpfen ließ. Quelle öffnen