Eine erste Annäherung an das „Pruzzenland“ erfolgt in vielen Fällen über die „Landschaft“. Zahlreiche Bildbände zu „Masuren“ bzw. „Ostpreußen“ sind auf den Markt, die mit großformatigen Fotografien die natürlichen Reize der Region in Szene setzen. Auch Filme, Belletristik und sogar wissenschaftliche Werke stimmen auf die Region ein, indem sie „das Land der weiten Himmel, der tiefen Wälder und der zahllosen Seen“ zitieren. Weiterlesen

Raues Klima

Von Mitteleuropa aus betrachtet, liegt das „Pruzzenland“ weit im europäischen Nordosten, fast schon in Sibirien. Ältere deutsche Schulbücher nutzen eifrig die Vorstellung von unwirtlichen klimatischen Verhältnissen im „Pruzzenland“, um ihre Geschichten anzureichern: zur masurischen Winterschlacht im Ersten Weltkrieg (1915) oder zur Flucht der preußischen Königin Luise vor den Truppen Napoleons (1807). Quelle öffnen

Mildes Klima

In den frühen 1950er Jahren widmeten sich sowjetische Geographie-Schulbücher mit einigem Interesse dem neu erworbenen Gebiet Kaliningrad. Sie hoben dabei das milde maritime Klima und die auch zur Winterzeit eisfreien Häfen an der Ostseeküste hervor. Diese Vorzüge sehen auch noch aktuelle russische Geographie-Schulbücher. Quelle öffnen

Eine Albtraum-Landschaft

Trotz des milden Klimas – ganz geheuer war sowjetischen und russischen Schulbuchautoren das „Pruzzenland“ nicht, im Gegenteil. Sie sahen in der Landschaft vor allem die düsteren Hinterlassenschaften heftiger Kämpfe im Zweiten Weltkrieg. Quelle öffnen

Flößerei – in der Stadt

Fische im Dschungel?

Das nordeuropäische Torfland

Beschwerliche Wege ans Meer

Die russische Neusiedlerin Anna Andrejewna Kopylowa berichtet von den 1940er Jahren: „Theoretisch wußten wir, daß wir in der Nähe eines wunderschönen Meeres leben, aber praktisch hatten wir keine Möglichkeit, dorthin zu gelangen. Die Straßen waren alle zerstört. Auch fuhren noch keine Passagierzüge…“ Quelle öffnen

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Meeresblick

Die Wälder sind woanders

Eine Zukunftslandschaft

Der Süden des „Pruzzenlandes“ kam 1945 zu Polen und wurde in der staatlichen Propaganda als „wiedergewonnenes Gebiet“ gefeiert. Allerdings war in praktischer Hinsicht nicht ganz so offensichtlich, was mit dem neuen Gebiet anzufangen war. In das wirtschaftliche Wiederaufbau-Ideal der Nachkriegsjahre mit rauchenden Fabrikschloten passte es nicht. Quelle öffnen